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Die Lieblingspfeile
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16. Dezember 2004
15.12.2004
Lieblingspfeile

Hannes Kater - Lieblingspfeil Nr. 298
Lieblingspfeil Nr. 298
Heute: Lieblingspfeil Nr. 298
Unterschiedliche Hand-Zeichen-Lesarten

Eine
widersprüchliche Kombination von einer Hand und einem dreieckigen Pfeilfragment: die Hand scheint nach oben auf ein Telefonkartenangebot zu zeigen (Hand als Vorläufer des Pfeils – siehe LP 289 vom 1.12.2004), soll aber eigentlich die Aufmerksamkeit ("Hallo Achtung!") genau in die entgegenge-
setzte Richtung
auf den Tipp "200
Tawa-Hülsen nur 99 Cent" unter dem Dreiecks-Pfeil lenken...



14.12.2004
Pfeilosophie I

Hannes Kater - Lieblingspfeil Nr. 294
Ein Pfeil ist ein Pfeil ist ein Pfeil!
Ein Pfeil ist – und das hat er mit dem
klassischen
Philosophen gemein – nur
er selbst, ein Zeigender, ein Deuter...
und nicht auch noch das, worauf er hin-
weist. Das hört sich sehr einfach und
stimmig an, trotzdem wirft man eben
dies den Philosophen oft vor,
dass sie
selbst nicht das sind oder leben, auf
was sie verweisen
, dass sie also z.B.
ungesellig und ungesund darüber nach-
denken, wie denn das gute Leben aus-
zusehen hat.

Pfeile haben es da in der Regel leichter:
selten wird ihnen vorgeworfen, nicht das
zu sein, worauf sie hinweisen, also nicht
"Berlin", eine "Damenoberbekleidungs-
abteilung" oder ein "WC" zu sein.



13.12.2004
Schöner Shoppen

Hannes Kater - Lieblingspfeil Nr. 294
Situation mit Pfeil in einer
deutschen Innenstadt
Am Wochenende wurden neue Lauf-
schuhe gekauft. Und im Beratungs-
gespräch stellte mir der Verkäufer ei-
nen weiteren Schuh als deutlich
laufauthentischer als die bis dahin gezeigten Modelle vor... Super: jetzt bewege ich mich mit Hilfe meiner blickauthentischen Brille in laufauthen-
tischen Schuhen durch mein authen-
tisches Berlin.

Nur Schade, das die Wahl zum Wort
des Jahres schon gelaufen ist. (Mit
dem eigentlich niemanden begeistern-
den Ergebnis "Hartz IV").



12.12.2004
Lieblingspfeile

Hannes Kater - Lieblingspfeil Nr. 297
                                                                                              Lieblingspfeil Nr. 297
Heute: Lieblingspfeil Nr. 297
Verpfeilter Buchstabe

Das
meistverpfeilte "K", dass ich bis jetzt gefunden habe: jedes Ende ist mit einem Pfeil versehen... worunter die Lesbarkeit allerdings auch deutlich leidet.



11.12.2004
Lieblingspfeile

Hannes Kater - Lieblingspfeil Nr. 296 Hannes Kater - Lieblingspfeil Nr. 296
Lieblingspfeil Nr. 296
Heute: Lieblingspfeil Nr. 296
Delta-Pfeil

Ein feines Beispiel für eine eigenstän-
dige und eigenartige Konstruktion ei-
nes Pfeilkörpers: um den Übergang vom Namen der Betreiberin dieser Bude zum hinweisenden Pfeil zu gestalten, wurde die nur selten verwendete "
Del-
tavariante
" (benannt nach dem Fluss-
delta... auch wenn ein Fluss natürlich andersrum fließt... ) eingesetzt.

Eigentümlich ist besonders die "zusätz-
liche" Linie im Delta, die die Pfeilwir-
kung sehr schwächt.


10.12.2004
Lieblingspfeile

Hannes Kater - Lieblingspfeil Nr. 295 Hannes Kater - Lieblingspfeil Nr. 295



*  siehe auch die Einträge:
Lieblingspfeil Nr. 045
Lieblingspfeil Nr. 231
Lieblingspfeil Nr. 295
Heute: Lieblingspfeil Nr. 295
Provinzieller Pfeil

"Eigentlich ist ja jeder Pfeil an jedem Ort ganz selbstverständlich und souverän zu Hause... links ist eine der seltenen Ausnahmen zu sehen: ungelenk, und schon irgendwie
provinziell, liegt dieser beschriftete Pfeil ("Hereinspaziert zum kostenlosen Sehtest") im, oder vielmehr auf, dem Arm einer gelb lackierten Figur vor dem Ladenlokal eines Optikers..."

Richtig:
die Figur ist rot und nicht gelb.
Hier wird ja auch der Eintrag zum LP 232 zitiert, der eine Situation in
Delmenhorst vorstellt. Und nun findet sich genau so ein "provinzieller" Pfeil in Berlin? Wie kann
das sein?

Ich habe im Laden nachgefragt: dahinter steckt die BGW-Unternehmensberatung,
die Optiker berät und ihnen auch die die-
se farbigen Figuren
verkauft.



09.12.2004
Verwirrte Sinne

Hanno Rauterberg über das Holocaust-Mahnmals von Peter Eisenman in Berlin: "Nicht mal vom wogenden Feld der Stelen mag man sprechen. Denn zu sehen ist ja nur ein Haufen grauer großer Steine, weit und wirr verstreut, unaufdringlich, unscheinbar."

Nach weiteren 13 Sätzen, nicht sonderlich langen Sätzen mit zusammen nur 213 Wörtern in 3 Absätzen, kommt dann dies:

"
Viel zu eng stehen sie [die Stelen], viel
zu dicht. Sie folgen nicht der Logik des Zeremoniells, nicht der Ökonomie der Aufmerksamkeit."
Wie ist so was möglich? Hier – wie fast überall sonst auch, wenn über Kunst geschrieben wird – wird wenig hingeguckt und viel passend gemacht für die Idee (Ideologie), die der Autor illustriert sehen will von der von ihm – nicht – beschrie-
benen Kunst.

Es geht in solchen Texten um Rhetorik,
um den richtigen Spin, um Propaganda und den richtigen Sound, also die richtige Vokabelmischung. Und während seit dem Ende der 70iger Jahre im Musik-Journa-
lismus das ständige Scheitern daran, ei-
nen Eindruck stimmig zu beschreiben, zumindest offensiv und selbstironisch,
also reflektiert, angegangen wird, ist die Situation in der Kunstkritik trostlos.

Zitiert nach: "Verwirrte Sinne, verlorene Namen"
von Hanno Rauterberg. In: Zeit Nr.51, 9.12.2004.
08.12.2004
Lieblingspfeile

Hannes Kater - Lieblingspfeil Nr. 294
Lieblingspfeil Nr. 294
Heute: Lieblingspfeil Nr. 294
Interaktiver Pfeil

Ein wirklich
interaktiver Pfeil (ver-
gleiche auch "Interaktive Kunst" mit Pfeilen vom 07.11.2003) in einem der Fahrstühle vom Hotel "Dorint" in Hannover (siehe auch LP 259), in dem mir die LBS anläßlich der Einweihung meiner Wandzeichnungen (mehr hier) vor zwei Tagen, eine Nacht spendiert hat.


07.12.2004
             Lieblingspfeile

Hannes Kater - Lieblingspfeil Nr. 293
Lieblingspfeil Nr. 293
Heute: Lieblingspfeil Nr. 293
Kombinatorik

Auf der Toilette, die unter anderem für die Besucher des
Kunstvereins Hanno-
ver
zur Verfügung steht, findet sich dieser Papierhandtuchspender mit ei-
ner
Pfeil- Drehrad-Kombination: beide Elemente sind unvollständig und doch erkennbar und so eingesetzt, dass sie sich gegenseitig im Auge des Betrach-
ters ergänzen, fortsetzen.

So gab es gleich
doppelte Beute: ein feiner Pfeil und – auf dem Foto rechts und noch in der Kunstvereinstüte – der Katalog zu "Tauchfahrten – Zeichnung als Reportage", der, gar nicht mal schlechten, aktuellen Ausstellung im Hause.



06.12.2004
Lieblingspfeile

Hannes Kater - Lieblingspfeil Nr. 292
Lieblingspfeil Nr. 292
Hannes Kater - Lieblingspfeil Nr. 292
Heute: Lieblingspfeile Nr. 292
Papierende Pfeile

Schön platziert: dieses aus
zwei cutouts
zusammengesetztes Motiv. Ein Panzer
wurde auf ein Motiv aus acht Pfeilen (drei
davon schon wieder überklebt) gesetzt.


Siehe auch LP 192

05.12.2004
Lieblingspfeile

Hannes Kater - Lieblingspfeil Nr. 291
Lieblingspfeil Nr. 291
Hannes Kater - Lieblingspfeil Nr. 291
Heute: Lieblingspfeil Nr. 291
Innovation beim Pfeilkörperdesign

Ein richtig liebevoll gemachter Pfeil mit einer Innovation für den Pfeilkörper:
mit Bleistift vorgezeichnet und mit
Grün ausgetuscht ist der Pfeilkörper
hier
zweiarmig.



04.12.2004
Lieblingspfeile

Hannes Kater - Lieblingspfeil Nr. 290 Hannes Kater - Lieblingspfeil Nr. 290
Lieblingspfeil Nr. 290
Heute: Lieblingspfeil Nr. 290
Kein Retro-Pfeil

Bei diesem Pfeil handelt es sich mit einiger Sicherheit nicht um einen neuen Retro-Pfeil, sondern schlicht um einen Überlebenden aus den 70iger Jahren, mit den Attributen von damals: abge-
rundete Ecken, poppig vergrößerte Pfeilspitze und der damaligen Mode-
farbe Orange (jetzt schon etwas ver-
blasst).



03.12.2004
Bauauflage

Präsentation, Filmvorführung und Konzert

Bonner Kunstverein
Samstag,
4. Dezember – 19 Uhr


Arbeiten von Udo Koch, Pauline Kraneis, Hannes Kater, Hans Schabus und Florian
Slotawa sollen die Umbaumaßnahmen
des Kunstvereins mitfinanzieren helfen.

Mit Performance, Live-Konzert und Film-
vorführung (Franny & Zooey) von Will Stuart.

Hannes Kater - Bauauflage
3 von 5 Arbeiten für die Bauauflage – je 100 cm x 70 cm
02.12.2004
Pfeil-Situation_008

Hannes Kater - Pfeil-Situation_008
Pfeil-Situation_008
Ein Kater mit Pfeil...


01.12.2004
Lieblingspfeile

Hannes Kater - Lieblingspfeil Nr. 289 Hannes Kater - Lieblingspfeil Nr. 289
Lieblingspfeil Nr. 289
Heute: Lieblingspfeil Nr. 289
Verschiedene Zeige-Zeichen

Ein Pfeil und zwei Hände (eine linke
und eine rechte) weisen Passanten auf
unterschiedlichen Abstraktionsleveln auf einen Schlitz hin, in den sie ihre Geld-Spende für die Heilsarmee rein-stecken können.

Zeigende Hände, die
Vorgänger des Pfeils als Hinweiszeichen, tauchen seit dem frühen 20igsten Jahrhundert im-
mer seltener im öffentlichen Raum auf.


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Pfeil runter 30. November 2004
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